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  • 23.02.2017

Homöopathie: US-Arzneimittelbehörde warnt vor homöopathischen Arzneien

Blick in einen Schrank auf Fläschchen mit homöopathischen Präparaten in der Praxis einer Heilpraktikerin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

In den USA könnten laut der Arzneimittelbehörde zehn Kleinkinder durch die Einnahme von homöopathischen Mitteln gestorben sein. Für Deutschland gibt die Behörde Entwarnung.

Die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat in einer Pressemitteilung vor bestimmten homöopathischen Arzneimitteln gewarnt, die Kleinkindern die Schmerzen beim Zahnen lindern sollen. Sie überprüft derzeit, ob der Tod von zehn kleinen Kindern durch die Tabletten verursacht wurde. Die Tabletten werden auf Basis der Schwarzen Tollkirsche hergestellt, auch bekannt als Belladonna.

"Die Reaktion von Kindern unter zwei Jahren auf die Inhaltsstoffe der Schwarzen Tollkirsche sind unvorhersehbar und stellen ein unnötiges Risiko für Babys und Kleinkinder dar", sagt Janet Woodcock von der FDA in der Mitteilung. Der Behörde sei zudem kein gesundheitlicher Nutzen der Tabletten bekannt.

Für Deutschland gibt die zuständige Behörde Entwarnung. „Mit Blick auf den Patientenschutz gibt es in Deutschland weitergehende Regelungen, die gewährleisten, dass die Sicherheit von homöopathischen Arzneimitteln vorab durch das BfArM geprüft wird“, sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Donnerstag. Vergleichbare Fälle seien hierzulande so nicht denkbar. (dpa)

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