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  • 20.04.2017
  • von Kevin P. Hoffmann

Fünf geknackte Automaten: Postbank legt alle SB-Münzzähler in Berlin still

von Kevin P. Hoffmann

Gerät außer Betrieb. Hinweis an einem Münzautomaten in der Postbank-Filiale am Wittenbergplatz in Berlin-Schöneberg, gesehen am 20. April 2017. Foto: Markus Hesselmann

Kunden der Postbank müssen in den Berliner Filialen bis auf weiteres auf die Münzeinzahlautomaten verzichten.

Das ist ärgerlich vor allem für Einzelhändler, die an diesen Maschinen ihr Wechselgeld innerhalb von Sekunden auf ein Konto einzahlen können. Die Bank klebte jetzt entsprechende Hinweise an ihre Automaten.

Eine Postbank-Sprecherin in Bonn erklärte die Stilllegung am Donnerstag mit dem Umstand, dass Unbekannte Mitte Februar fünf Automaten im Berliner Stadtgebiet aufgebrochen hätten. Man habe aus diesem Grund Anzeige bei der Polizei erstattet und zur Vorbeugung weiterer Straftaten alle "Münzbeisteller" im Stadtgebiet vorerst außer Betrieb genommen. „Wir bedauern diese Maßnahme, bitten aber an dieser Stelle um Verständnis“, sagte Postbank-Sprecherin Iris Laduch-Reichelt.

Selbstverständlich könnten Kunden der Postbank alternativ, Münzen „in handelsüblichen Mengen“ kostenlos auf ihr Girokonto in den Filialen einzahlen. Man orientiere sich dabei am Münzgesetz, welches von 50 Münzen je Kunde ausgeht.

Für Geschäfts- und Firmenkunden biete die Postbank verschiedene Lösungen zur Bareinzahlung von Münzgeld an. Gewerbliche Kunden könnten fünfmal pro Kalendermonat kostenfrei Bargeld am Schalter oder am Geldautomaten einzahlen. Ab der sechsten Einzahlung berechne die Postbank drei Euro Entgelt pro angefangene 5.000 Euro Einzahlbetrag.

Andere Geräte seien von dieser Maßnahme nicht betroffen, teilte Laduch-Reichelt mit. Im Dezember 2016 hatte die Postbank eine IT-Panne , die den Service für Privatkunden ebenfalls beeinträchtigt hatte. Damals konnten Kunden fast drei Tage lang keinen Überweisungen an Automaten tätigen.

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