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  • 17.03.2017

Deutsche Bank: Google-Sicherheitschef zieht in Aufsichtsrat ein

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/dpa

IT-Experte Gerhard Eschelbeck und Alexander Schütz vom chinesischen Großaktionär HNA sollen künftig dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank angehören. Im Mai entscheidet die Hauptversammlung darüber.

Die Deutsche Bank baut ihren Aufsichtsrat auf mehreren Positionen um. Zum einen wurde das Kreditinstitut im Silicon Valley fündig: Gerhard Eschelbeck, Sicherheitschef des US-Suchmaschinenriesen Google, soll in das Aufsichtsgremium einziehen, teilte das Geldhaus am Donnerstagabend in Frankfurt am Main mit.

Der aus Österreich stammende IT-Experte Eschelbeck soll nach dem Willen des Aufsichtsrats die Nachfolge des ausscheidenden Ex-Siemens-Chefs Peter Löscher antreten. Dieser steht auf der Hauptversammlung am 18. Mai nicht für eine Wiederwahl bereit.

Außerdem rückt mit Alexander Schütz ein Vertreter des neuen chinesischen Großaktionärs HNA in das Gremium ein. Er ist Gründer und Vorstand des Vermögensverwalters C-Quadrat und folgt auf Klaus Rüdiger Trützschler, der ebenfalls turnusgemäß ausscheidet. „Wir freuen uns, dass ein weiterer Ankerinvestor auf den langfristigen Erfolg der Deutschen Bank setzt“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner. Schütz soll zunächst für ein Jahr gewählt werden.

C-Quadrat verwaltet die Deutsche-Bank-Aktien der HNA-Gruppe. Der chinesische Mischkonzern war Mitte Februar bei der Deutschen Bank mit gut drei Prozent als neuer Großaktionär eingestiegen - und hat eine moderate Erhöhung der Anteile nicht ausgeschlossen. Die Berufung von Schütz unterstreicht daher das Interesse der Chinesen an der Bank.

Achleitner selbst wurde wie erwartet vom Aufsichtsrat für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren nominiert. Er war 2012 parallel zur einstigen Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen oberster Kontrolleur der Deutschen Bank geworden. Achleitner soll auf der Hauptversammlung von den Aktionären zum Vorsitzenden gewählt werden. Die Anteilseigner stimmen auch über die beiden Neuzugänge ab. Sie dürften sich aber den Vorschlägen nicht in den Weg stellen. (dpa)

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