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  • 06.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Über 40 Verletzte bei Zugunglück nahe Neuss

In Meerbusch-Osterath (Nordrhein-Westfalen) sind bei einem Zugunglück mehrere Menschen verletzt worden. Foto: David Young/dpa

Bei einem Zugunglück in Meerbusch ist ein Personenzug auf einen Güterzug aufgefahren. Drei Menschen wurden schwer verletzt.

Auch Stunden nach dem Zugunglück bei Neuss waren Feuerwehr und Polizei am Unfallort weiter im Einsatz. Nach wie vor würden Verletzte am Ort versorgt und in Krankenhäuser gebracht, der Einsatz sei im vollen Gange, twitterte die Feuerwehr Meerbusch am späten Dienstagabend. Unverletzte Personen würden von den Rettungskräften aus dem Zug in nahegelegene Betreuungsstellen gebracht. Auch für Angehörige wurde eine Anlaufstelle eingerichtet.

Bei dem Zugunglück sind nach neuen Angaben der Feuerwehr 47 Menschen verletzt worden. Es seien am Dienstagabend 41 Menschen im Zug leicht verletzt worden, weitere 3 mittelschwer und 3 schwer, teilte die Feuerwehr Meerbusch zum Abschluss der Unfallaufnahme mit. Kurz zuvor hatte sie noch von fünf bis zehn Verletzten gesprochen.

Aus der Region eilten mehrere Feuerwehren zur Unfallstelle. Die Versorgung der Menschen im Zug genieße "hohe Priorität", erklärte die Feuerwehr Meerbusch. Es gebe Kontakt zu den Eingeschlossenen. Die Lage sei "den Umständen entsprechend ruhig". Die Bahn und Rettungskräfte bemühten sich um "schnelle Hilfe für die Betroffenen und Klärung der Sachlage", hieß es in der Mitteilung weiter.

Regional-Express fährt auf Güterzug auf

Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, auf den Schienen stand, sei noch nicht bekannt, sagte eine Bahnsprecherin in Berlin. Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen. Zahlreiche Feuerwehrleute bahnten sich den Weg zu dem verunglückten Zug. Laut Bundespolizei waren Oberleitungen abgerissen. Sie hingen hinunter, was die Bergungsarbeiten schwierig mache. Deshalb sei die Lage zunächst sehr unübersichtlich.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgt die Lage in Nordrhein-Westfalen. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstagabend via Twitter mit. „Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden. Dank für den Einsatz der Rettungskräfte.“ Ein Großaufgebot von Bundespolizei, Feuerwehr und Polizei sei vor Ort, twitterte die Bundespolizei NRW. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Sprecherin gegen 19.30 Uhr in Meerbusch-Osterath. Der Regionalexpress wird vom privaten Bahnanbieter National Express betrieben. (dpa, AFP)

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