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  • 26.01.2017

Getötete Joggerin bei Freiburg: Schlug der Täter schon in Österreich zu?

Polizisten suchen bei Endingen in den Weinbergen nach Beweisen im Mordfall einer 27-jährigen Joggerin. Foto: dpa

Im Mordfall der getöteten Joggerin in Endingen bei Freiburg führt eine Spur nach Österreich. 2014 hatte sich in Kufstein eine ähnliches Verbrechen ereignet.

Im Fall der Anfang November bei Freiburg getöteten 27-jährigen Joggerin gehen die Ermittler nun davon aus, dass der Täter auch für den gewaltsamen Tod einer 20 Jahre alten Studentin Anfang 2014 in Österreich verantwortlich ist. Beide Taten seien "mit hoher Wahrscheinlichkeit" vom gleichen Täter begangen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Freiburg am Donnerstag mit.

Die 27-jährige Frau aus Endingen bei Freiburg war am 10. November, vier Tage nach ihrem Verschwinden, tot in einem Waldstück nahe ihrem Wohnort gefunden worden. Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Ermittler gehen von einem Sexualdelikt aus. Im österreichischen Kufstein wurde laut Polizei und Staatsanwaltschaft Freiburg im Januar 2014 eine französische Austauschstudentin von einem Unbekannten mit einer Eisenstange erschlagen. Auch sie wurde demnach Opfer eines Sexualdelikts.

Die Ermittler prüfen nun den Angaben zufolge vor allem, welchen Bezug der unbekannte Täter zu den beiden Tatorten Endingen und Kufstein haben könnte. In Österreich nutzte er demnach für die Tat eine Eisenstange, die bei hydraulichen Hebesystemen wie etwa beim Abkippen einer Lkw-Führerkabine eingesetzt wird. Auch die 27-jährige Joggerin sei vermutlich mit einer Eisenstange erschlagen worden.

Im nahegelegenen Freiburg wühlte zudem der mutmaßlich von einem 17 Jahre alten Flüchtling verübte Mord an einer Medizinstudentin die Bevölkerung auf. (AFP/Tsp)

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