24.05.2018, 24°C
  • 16.05.2018
  • von Henrik Hoelzmann

NBA: Cleveland Cavaliers: LeBron James und sonst so?

von Henrik Hoelzmann

LeBron James spielt stark und könnte doch ausscheiden gegen Boston. Foto: dpa

Dem überragenden NBA-Spieler LeBron James droht das Aus - weil Basketball eben immer noch eine Teamsportart ist.

Bereits neun Stunden vor Tip-Off des zweiten Spiels zwischen den Boston Celtics und den Cleveland Cavaliers stand LeBron James in der Halle. Er nutzte die morgendliche Extraeinheit für ein letztes Training. Es musste eine deutlich bessere Leistung als bei der deutlichen 83:109 Niederlage seiner Cavaliers in Spiel eins her. Bereits nach nicht einmal acht Minuten hatte James mehr Punkte (16) als im ersten Spiel (15). Doch am Ende des Tages half es alles nichts. Mit 94:107 verlor Cleveland auch das zweite Spiel gegen die Celtics und steht bereits vor dem dritten Spiel am Samstag mit dem Rücken zur Wand. Zumal eine gewaltige Statistik gegen die Cavaliers spricht: Boston gewann alle 29 Play-off-Serien nach einer 2:0-Führung.

Selbst LeBron James' Galavorstellung mit 42 Punkten, 10 Rebounds und 12 Assists reichte nicht aus, um die Serie auszugleichen. Was am Ende des Spiels übrig blieb, war die Erkenntnis: Teamplay schlägt Starpower. Denn die Boston Celtics, die mit Kyrie Irving und Gordon Hayward verletzungsbedingt nicht auf ihre zwei Stars zurückgreifen können, kompensieren diese beiden Ausfälle hervorragend. Im zweiten Spiel erzielten gleich sechs Spieler mindestens zehn Punkte. Bei den Cavaliers erzielten James, Kevin Love und Kyle Korver 75 der 94 Punkte.

Celtics fühlen sich wohl in Außenseiterrolle

Die mangelnde Unterstützung für den Superstar ist ein bekanntes Problem in Cleveland. Bereits gegen die Indiana Pacers lieferte LeBron Spiel für Spiel Höchstleistungen, trotzdem gewannen die klar favorisierten Cavs die Best-of-Seven-Serie nur knapp mit 4:3. Die Celtics sind dagegen seit der ersten Play-off-Runde in der Außenseiterrolle - sowohl gegen die Milwaukee Bucks als auch gegen die Philadelphia 76ers und jetzt auch die Cavaliers. Eine Rolle, in der sich das junge Team anscheinend sehr wohlfühlt und im Stande ist, Spiel für Spiel über sich hinauszuwachsen. So sind die starken Leistungen einzelner Spieler, wie zum Beispiel von Terry Rozier oder Jaylen Brown, ebenso überraschend wie der Erfolg Bostons.

Das Team von Trainer Brad Stevens, der mittlerweile als einer der besten Coaches der NBA gilt, kann dabei besonders auf seine Heimstärke bauen. Bisher gewann Boston alle neun Heimspiele. Auf fremdem Parkett reichte es in fünf Anläufen bisher allerdings erst zu einem Sieg. Eine Statistik, die den Cavaliers vor den ersten zwei Spielen in Cleveland Mut machen sollte.

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