16.07.2018, 26°C
  • 09.07.2018
  • von Tobias Gutsche

Potsdamer Leichtathletik und Schwimmsport: Hoch geflogen und schnell geschwommen

von Tobias Gutsche

Bei der U18-Europameisterschaft der Leichtathleten erklomm Leni Freyja Wildgrube vom SC Potsdam den Stabhochsprungthron. Und dem Kontinentalchampionat der Schwimmjunioren drückte eine Athletin ihren Stempel auf, die in Potsdam geprägt wurde.

Die eine machte den Höhenflug, die andere den Ritt auf der Erfolgswelle. Bei den Europameisterschaften der U18-Leichtathleten im ungarischen Györ sowie der Junioren-Schwimmer in Finnlands Hauptstadt Helsinki stachen zwei Potsdamer Talente glänzend hervor. Leni Freyja Wildgrube holte Stabhochsprung-Gold, Isabel Gose kraulte gleich zu siebenmal Edelmetall.

Leni Freyja Wildgrube erklomm damit bereits zum zweiten Mal in ihrer Karriere das Podest eines internationalen Nachwuchs-Championats. Nach dem Vizetitel voriges Jahr bei der U18-Weltmeisterschaft schaffte es die Springerin des SC Potsdam nun auf den kontinentalen Thron. Sie überflog 4,26 Meter und verbesserte so ihre persönliche Bestleistung um sechs Zentimeter. Ihr Potsdamer Stabhochsprungvereinskollege Ole Perske verpasste derweil seine Bestmarke von 4,75 Metern – die erreichten 4,70 Meter reichten nicht, um ins EM-Finale einzuziehen. Über 10.000 Meter Gehen belegte das SCP-Duo Johannes Frenzl und Jakob Jonathan Schmidt die Ränge zehn und elf. Frenzl lag lange Zeit gut im Medaillenrennen, ehe er – aus seiner Sicht ungerechtfertigt – eine Strafminute wegen Technikverstößen erhielt.

Edelmetall für Gose, Kuhn und Küchler 

Derweil wurde Isabel Gose in Helsinki zur erfolgreichsten Starterin des deutschen Schwimm-Teams. Sie holte Gold über 200 Meter Freistil und Silber über 400 Meter Freistil – hinzu kamen fünf Staffelmedaillen (dreimal Silber, zweimal Bronze). Für diese Erfolge hatte Gose hauptsächlich am Luftschiffhafen gearbeitet. Im Zuge der Trainerquerelen, unter denen der Stützpunkt litt, ist sie jedoch vor einigen Wochen nach Heidelberg gegangen und mittlerweile auch vom Potsdamer SV zum SV Nikar Heidelberg gewechselt. Anfang August nimmt die Schülerin noch an der EM der Erwachsenen in Glasgow teil. Beim Kontinentalvergleich der Junioren schwamm außerdem Maurits Kuhn zu Staffelbronze. Kuhn trainiert in Potsdam, startet aber für seinen heimischen Club SG Oberhausen. Bei Hannah Küchler ist es andersherum. Sie tritt für den Potsdamer SV an, während ihr Trainingsstandort Hamburg ist. Küchler wurde zusammen mit Gose bei der Nachwuchs-EM zweimal Vizemeisterin in der Staffel. 

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