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SC Potsdam

  • 09.02.2018
  • von Tobias Gutsche

SC Potsdam: Weichenstellungen

von Tobias Gutsche

Konstanz. Cheftrainer Davide Carli (l.) und sein Assistent Riccardo Boieri haben Verträge bis Sommer 2020 erhalten. Fotos: Verein

Aus Überzeugung von der Arbeit der Trainer Davide Carli und Riccardo Boieri hat Frauenvolleyball-Bundesligist SC Potsdam deren Verträge verlängert. Nach dieser Entscheidung zeigte ihr Team eine starke Leistung und ist auf Playoff-Kurs. Nun steigt ein Heimspiel in der MBS-Arena - aber nicht nur eines.

Die aktuelle sechste Kalenderwoche des Jahres 2018 steht für den SC Potsdam unter dem Motto: Weichenstellung. Der Frauenvolleyball-Bundesligist, der am Mittwoch in starker Manier beim VC Wiesbaden gewann, kann am Samstag durch einen weiteren Sieg gegen den VfB Suhl „den ganz großen Schritt Richtung Playoffs“ machen, wie SCP-Sportdirektor Toni Rieger sagt. In die Entscheidungsphase der deutschen Meisterschaft ziehen die acht besten Hauptrunden-Mannschaften ein. Potsdam ist derzeit Achter. Vor der morgigen Heimpartie (Beginn: 19 Uhr/MBS-Arena) beträgt das Polster auf die neuntplatzierten Thüringerinnen vier Zähler – bei einem Spiel weniger. „Wir müssen wieder genau diese Einstellung finden wie in Wiesbaden“, erklärt Rieger, „dann holen wir erneut die drei Punkte.“

Carli sieht energiegeladenen SCP in Wiesbaden

Es war eine Top-Leistung, die der SCP am Mittwoch ablieferte. Mit 3:1 (25:21, 25:22, 17:25, 25:18) wurde der VCW – immerhin aktueller Bundesligavierter und diesjähriger Finalist des deutschen Pokals – auf heimischem Feld bezwungen. „Zufriedenstellend war unsere Saison bisher noch nicht. Daher haben wir alle dieses Erfolgserlebnis genossen“, so der Sportdirektor. Cheftrainer Davide Carli attestierte seiner Mannschaft eine energiegeladene Darbietung und freute sich im anschließenden Interview beim Fernsehsender Sport1, dass nach zuvor drei Pleiten in den Live-Übertragungen nun auch mal ein Sieg vor TV-Publikum gelungen sei.

Für Davide Carli und seinen Assistenten Riccardo Boieri war es zugleich ein gelungenes erstes Spiel mit neuen Verträgen. Anfang der Woche hatte der Brandenburger Club die Arbeitspapiere mit den beiden Italienern bis Sommer 2020 verlängert und damit auch klare Verhältnisse für die Zukunft geschaffen. Ein Zeichen der Konstanz in einer hektisch gewordenen Sportwelt, die bei vermehrt ausbleibenden Positivergebnissen nur allzu gerne auf Veränderungen setzt. Wie Trainerwechsel. Aber Carli und Boieri genießen volles Vertrauen. Toni Rieger: „Wir sehen nicht nur die Spieltage, wir sehen vor allem die tägliche Arbeit des Trainerteams, die akribische Vorbereitung auf die nächsten Spiele, die akribische Videoanalyse des Gegners, das tägliche Arbeiten mit den Spielerinnen.“

Doppelppieltag gegen Suhl und Parchim

Jedoch gab es diese Saison beim SCP bereits im Stillen einen Coaching-Personalwechsel. Die 2017 verpflichtete Athletiktrainerin Federica Camerlo ist seit Dezember nicht mehr im Amt. „Es hatte nicht so funktioniert. Athletisch war unser Team nicht auf der Höhe, wo es hätte sein müssen“, begründet Rieger. Als Nachfolger wurde Maik Trepke, ehemaliger Leichtathlet an der Rostocker Sportschule, geholt. „Bei ihm haben wir ein sehr gutes Gefühl. Er ist mit großem Engagement dabei.“

Engagiert und erfolgreich präsentieren sich auch die Talente des SC Potsdam in der 3. Liga Nord. Dort belegt der SCP II Tabellenrang fünf von neun. Und für ihr nächstes Heimspiel dürfen die jungen Potsdamerinnen auf die große Bühne. Morgen bestreiten sie ab 15 Uhr die Partie gegen den 1. VC Parchim in der MBS-Arena, was laut Rieger eine „Wertschätzung“ für die Truppe sei. Die bedeutsame sechste Kalenderwoche 2018 endet für den SCP also mit einem Volleyball-Doppelpack am Luftschiffhafen. 

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