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  • 04.09.2017
  • von Peter Könnicke

Brandenburgischer Fußball-Landespokal: Underdogs wehren sich tapfer

von Peter Könnicke

Stark gegengehalten. Justus Kautz bot mit Fortuna Babelsberg gegen den Favoriten FSV Bernau mehr als Paroli. Am Ende blieb die Überraschung für die Stern-Kicker aus.

Fortuna Babelsberg und der RSV Eintracht 1949 verpassen einen Coup im brandenburgischen Fußball-Landespokal. Das Ticket für die dritte Runde sicherte sich Regionalligist SV Babelsberg 03, bei dessen Sieg die beiden erst jüngst geholten Neuzugänge gleich viel Spielpraxis sammelten.

Aus drei mach eins. Vom verbliebenen Trio aus der Potsdamer Fußballregion hat es lediglich Regionalligist SV Babelsberg 03 in die die dritte Runde des AOK-Landespokals geschafft. In ihren Duellen mit jeweils höherklassigen Gegnern aus der Brandenburgliga waren Fortuna Babelsberg und der RSV Eintracht 1949 nah dran an einer Überraschung, mussten sich am Ende aber knapp geschlagen geben.

SV Babelsberg 03

Beim sympathischen Süd-Landesligisten SV Wacker 09 Ströbitz hatte der SV Babelsberg 03 beim 3:1 (1:0)-Sieg zwar keine wirkliche Mühe, tat sich aber mit der Chancenverwertung schwer. Die Elf von Almedin Civa, der seinen beiden Last-Minute-Verpflichtungen in der vergangenen Woche - Erdal Akdari und Farid Abderrahmane - gleich von Beginn an Spielpraxis gab, startete konzentriert, ließ den Ball gut laufen, erspielte sich auch Torraumszenen, ohne diese zwingend in Zählbares zu verwerten. Wacker gefiel durch eine gute Ordnung, stand im ersten Durchgang tief in der eigenen Hälfte und setzte ein, zwei Nadelstiche Richtung Nulldrei-Tor. Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe Abderrahmane mit seinem Tor-Einstand für den SVB den Favoriten in Führung brachte. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff überraschte der Landesligist die viel zu hoch aufgerückte SVB-Abwehr mit einem langen Ball, Rostyslav Diakiv stand am langen Pfosten völlig frei und schob zum 1:1 ein. Die Babelsberger, bis dahin weitaus behäbiger als in der ersten Halbzeit, strafften sich wieder und gingen nur zwei Minuten später durch Andis Shala erneut in Führung und hatten in der Folge weitere Möglichkeiten, von denen jedoch nur Tino Schmidt knapp zehn Minuten nach seiner Einwechslung eine zum Torerfolg (80.) nutzen konnte.

Die befürchteten Auseinandersetzungen mit Krawall-Fans des FC Energie Cottbus blieben aus. Nach PNN-Informationen waren zahlreiche Energie-Fans zum Fußball-Länderspiel nach Prag gereist, sodass es zu keinen Zwischenfällken mit mitgereisten Babelsberger Anhängern kam.

Fortuna Babelsberg

Einen Zwei-Klassen-Unterschied gab es nicht zwischen dem Landesklassen-Vertreter Fortuna Babelsberg und Brandenburgligist FSV Bernau. Im Gegenteil: „Wir waren die bessere Mannschaft“, befand Fortuna-Trainer Sebastian Michalske nach ansehlichen 90 Minuten auf dem Stern-Sportplatz. Dass seine Mannschaft dennoch nach dem 1:2 (1:0) die Hoffnungen auf die dritte Pokalrunde begraben musste, lag zum einen an der eigenen Chancenverwertung. In der ersten Halbzeit hätte Fortuna nach dem frühen 1:0 durch Georg Müller (11.) nachlegen müssen. Allein Daniel Ziemann scheiterte zweimal aus aussichtsreicher Position. So gingen die durchaus beeindruckten und viel mit sich selbst hadernden Bernauer mit einem blauen Auge in die Kabine – und kamen wesentlich entschlossener und dynamischer zurück. „Es war sehr laut beim Pausengespräch“, verriet der FSV-Coach später. Letztlich genügten dem Favoriten zwei Standards – jeweils nach einer Ecke –, um durch Kim Schwager (54) und Mamadou Oury Sylla (70.) das Spiel zu drehen. Auch die Fortuna hatte weitere Möglichkeiten, die beste durch Dennis Weber, der in 84. Minute vergab. „Schade“, meinte Trainer Michalske, „das Zubrot der dritten Runde hätten wir gern mitgenommen.“

RSV Eintracht 1949

Auch Landesligist RSV verpasste einen Pokalcoup. Gegen den MSV Neuruppin drehte die mittelmärkische Mannschaft nach frühem Rückstand in der dritten Minute noch in der ersten Halbzeit die Partie durch Tore von Paul Langleist (11.) und Miguel Hörster (42./Foulelfmeter). In einer ausgeglichenen Partie reichten dem MSV zwei seiner wenigen Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit, um in die nächste Runde zu ziehen. 

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