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  • 23.01.2017
  • von Peter Könnicke

Potsdamer Hallenmasters: Effektiv zum Sieg

von Peter Könnicke

Es gab die volle Packung. Fünf Stunden Hallenfußball konnten die Zuschauer am Samstagabend beim 22. Potsdamer Taverpack Masters in der MBS-Arena erleben. Fotos: Julius Frick

Wieder einmal war das Potsdamer Hallenmasters ein Erfolg. Bei guter Turnierstimmung gewann der Ludwigsfelder FC im Finale gegen Lok Potsdam und genoss seine triumphale Premiere in der MBS-Arena.

Die beste Mannschaft als Turniersieger, gute Stimmung, 85 Tore, keine Zwischenfälle: Cheforganisator Sven Thoß konnte mit der 22. Auflage seines Potsdamer Hallenmasters in der MBS-Arena zufrieden sein. Nach 20 Vorrundenspielen und zwei Halbfinals stand kurz nach 22 Uhr am Samstagabend der Ludwigsfelder FC aus der Brandenburgliga dank eines klaren 4:1-Finalsiegs gegen Landesklassevertreter Lok Potsdam als Sieger fest. Völlig zu Recht nahmen seine Spieler Pokal und 400-Euro-Siegprämie entgegen, befand LFC-Trainer Volker Löbenberg. „Effektiv, rational und konsequent“ habe er seine Mannschaft spielen sehen, die sich das Halbfinale als Ziel vorgenommen hatte.

Dort waren Titelverteidiger Grün-Weiß Golm und Fortuna Babelsberg jeweils gescheitert, sodass es im Duell um Platz drei zur Neuauflage des vorjährigen Endspiels kam. Fortuna gewann mit 1:0, beide Mannschaften zeigten neben Ludwigsfelde den besten Hallenfußball. Zudem erwies sich Fortuna als Spezialist für späte Tore: Gleich dreimal trafen die Stern-Kicker in der Vorrunde mit der Schlusssirene.

Sangesfreudige Fanlager aus Golm und von Juventas

Der Finaleinzug von Lok Potsdam war für die Kicker von der Berliner Straße selbst eine Überraschung. „Wir spielen nie in der Halle, trainieren immer draußen und wollten hier einfach nur Spaß haben“, sagte Adrian Blei, der zum besten Spieler des Turnieres gewählt wurde. Die Vorrundenpartie gegen ihren Liga-Rivalen Fortuna Babelsberg hatte Lok noch klar mit 0:4 verloren, als Gruppenzweiter zog das Team von Trainer Mike Weißfuß ins Halbfinale, in dem es sich beim 3:2-Sieg gegen den Kreisoberliga-Spitzenreiter Golm das packendste und beste Spiel des Tages lieferten.

Enttäuschend hingegen die Auftritte von Grün-Weiß Brieselang. Der Oberligist, der jedoch nur mit wenigen Aktiven seiner spielhöchsten Mannschaft angereist war, missfiel eher durch überhebliches und unfaires Auftreten. Die gute Laune ließen sich die Zuschauer indes nicht vermiesen, vor allem die sangesfreudigen Fanlager aus Golm und von Juventas Crew Alpha sorgten für Trubel unterm Arena-Dach.

Neben Blei bekommen Rauch und Stiller die Einzelpreise

Spaß hatte auch das Team „Henne & Friends“ des ehemaligen Babelsberger Nulldrei-Torjägers Hendryk Lau. Dass der 47-Jährige es immer noch kann, bewies er mit seinen drei Turniertoren. Zudem kam aus seiner Auswahl der beste Torwart des Abends: Sebastian Rauch. Der einstige SVB-Keeper wirkte als mitspielender Torwart nicht immer souverän mit den Ball am Fuß, in seinem Metier zwischen den Pfosten machte er aber die beste Figur im Kreis der haltenden Kollegen. Bester Torschütze wurde der Ludwigsfelder Killian Stiller. Gemeinsam mit Loks Mike Weißfuß jun. hatte er fünf Turniertore auf dem Konto, sodass ein Penaltyschießen zwischen den beiden entscheiden musste. Während der Potsdamer an Fortunas Marco Jung – als neutralem Torhüter – scheiterte, verwandelte Stiller souverän.

„Ein schönes Turnier in einer tollen Halle“, befand Sieger-Coach Löbenberg, der mit dem Ludwigsfelder FC zuletzt beim Potsdamer Masters war, als noch in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee gespielt wurde. Als Titelverteidiger ist das baldige Wiederkommen nunmehr programmiert.

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