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  • 20.01.2017
  • von Peter Könnicke

Potsdamer Hallenmasters: Premieren beim 22. Mal

von Peter Könnicke

Er ist seit Jahren engagierter Gastgeber. Sven Thoß hob als Student das Potsdamer Hallenmasters aus der Taufe und führt es nunmehr am morgigen Samstag in seine 22. Auflage. Als langjähriger Trainer in verschiedenen Vereinen ist der 50-Jährige in der regionalen Fußballszene bestens vernetzt. Foto: Benjamin Feller

Alle Jahre wieder gibt es das Potsdamer Hallenmasters von Macher Sven Thoß. Was einst als Studentenprojekt begann, ist inzwischen Brandenburgs größtes und populärstes Fußballturnier unterm Dach. Nun kommt es sogar zum ersten Mal mit Namenspatron daher.

Es bedarf keines Beweises mehr, dass Sven Thoß ein „Fan des Hallenfußballs“ ist, wie er selbst sagt. 21 Mal das größte und populärste Hallenturnier in der Mark durchgeführt zu haben, ist Beleg genug. Daher braucht es auch bei der 22. Auflage des Potsdamer Hallenmasters nicht Thoß’ spielerischen Einsatz auf dem Parkett, um seinen Spaß am Budenzauber zu dokumentieren. In der Mannschaft von „Henne & Friends“ des einstigen Babelsberger Nulldrei-Stürmers Hendryk Lau hätte sich bestimmt ein Platz für Sven Thoß gefunden. „Aber ich bin inzwischen 50, da stellt sich die Frage als aktiver Teilnehmer für mich nicht mehr“, winkt er ab. „Aber ich habe immer gern in der Halle gespielt“, fügt er hinzu.

Dazu lädt der umtriebige Fußballcoach seit mittlerweile 22 Jahren Mannschaften zum Masters nach Potsdam ein – viele Jahre in die Halle an der Heinrich-Mann-Allee, zum vierten Mal nun am morgigen Samstag in die MBS-Arena. Im Laufe der Turniergeschichte bekamen die Zuschauer Teams wie Dynamo Dresden, Tennis Borussia Berlin oder Union Berlin, Kicker aus Polen oder Tschechien zu sehen. Inzwischen ist Thoß, der aktuell die A-Jugend des SV Babelsberg 03 coacht, wieder zu den Wurzeln seines Turniers zurückgekehrt und sucht den Master unter Mannschaften aus der Region. „Potsdamer Fans wollen ihre Teams in dieser Halle spielen sehen“, begründet er den Schritt zurück zum Ursprung. Dieser hat dem Turnier in den beiden vergangenen Jahren und dessen Stimmung gut getan. „Der Kurswechsel ist rundum gelungen“, meint auch Thoß.

Turnierteilnahme als Anerkennung für gute Arbeit

Und er ermöglicht Überraschungen – so wie im vergangenen Jahr, als der Kreisoberligist Grün-Weiß Golm das Finale gewann und am morgigen Nachmittag als Pokalverteidiger aufläuft. Thoß’ diesjähriger Turnier-Cocktail ist ein Mix aus Teams des regionalen Oberhauses mit dem Oberligisten Grün-Weiß Brieselang als klassenhöchstem Vertreter und Potsdamer Lokalkolorit wie Juventas Crew Alpha oder Fortuna Babelsberg, der zugleich offizieller Veranstalter des Turniers ist.

Zum ersten Mal werden die Kicker von Lok Seddin dabei sein, die aktuell in der Landesklasse West spielen. Thoß ist bei der Auswahl der Turnierteilnehmer seit jeher darauf bedacht, das Engagement und die Arbeit in den Vereinen anzuerkennen. „Ich finde es großartig, was in Seddin seit vielen Jahren geleistet wird“, erklärt er die Einladung der Lok-Kicker. Und natürlich will er eine stimmungsvolle Kulisse, weshalb er bei der Turnier-Besetzung auf Mannschaften setzt, die auch ihre Fans mitbringen. Dafür bietet er den Vereinen ein Extra-Kartenkontingent an. Neben dem Unterhaltungswert des gut fünfstündigen Hallen-Kicks bietet Thoß den Zuschauern selbst Gewinnchancen. So werden Tickets für das Zweitliga-Spiel Union Berlin gegen Arminia Bielefeld sowie für die populären Faschingsfeiern des LKC im Lindenpark verlost.

Fachgroßhandel Taverpack unterstützt das Event

Für den Ex-Nulldreier Hendryk Lau wird es das erste Mal sein, dass er in der MBS-Arena spielt. „Das wird bestimmt eine tolle Sache, ich freu mich drauf“, sagt er. In seinem Team „Henne & Friends“ hat er Spieler aus „dem engeren Babelsberger Umfeld, mit denen ich einmal in der Woche kicke“, an Bord. Unter anderem der einstige SVB-Keeper Sebastian Rauch, die Ex-Nulldreier Martin Neubert und Ricardo Brademann laufen mit Lau auf. Ganz neu ist das Potsdamer Masters für Lau nicht, denn mit der SVB-Traditionsmannschaft war er schon einmal dabei, „damals noch in der Heinrich-Mann-Allee“, erzählt Lau. Den dabei gewonnenen Pokal des besten Torschützen hat er noch.

Erstmalig in der Turnierhistorie hat Thoß mit dem Fachgroßhandel Taverpack einen Namenssponsor für das Hallenmasters. Das Unternehmen werde die Veranstaltung über mehrere Jahre unterstützen. Gut möglich also, dass das einstige Studentenprojekt bald ein Vierteljahrhundert Bestand feiern wird.

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