21.06.2018, 21°C
  • 08.06.2018
  • von Roberto Jurkschat

Beamtin zu Boden gerissen und verletzt: Großeinsatz Am Stern: Feiernde gehen auf Polizistin los

von Roberto Jurkschat

Foto: Friso Gentsch/dpa

Am Donnerstagabend beschwerten sich Anwohner der Gaußstraße Am Stern bei der Polizei über eine Gruppe Feiernder. Als Streifenwagen vor Ort eintrafen, eskalierte die Situation sofort.

Potsdam - Bei einem Großeinsatz der Polizei am Donnerstagabend in der Potsdamer Gaußstraße kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und einer Gruppe Feiernder. Laut Polizei wurde eine 22 Jahre alte Beamtin zu Boden gerissen und geschlagen, insgesamt war die Polizei war mit 20 Kräften im Einsatz. 

Die Auseinandersetzung begann wenige Minuten nachdem Anwohner die Polizei gegen 22 Uhr über eine laute Feier von rund 15 Personen nahe der Skaterbahn informierten. Einzelne Personen der Gruppe sollen Passanten angepöbelt und Frauen verbal belästigt haben. Wie die Polizei mitteilte, eskalierte die Situation sofort als zwei Streifenwagen vor Ort eintrafen. Einzelne Personen seien aggressiv auf die Polizisten zugegangen und hätten sich lautstark gegen die Aufnahme ihrer Personalien gewehrt. Laut Polizei wurde eine 22-jährige Beamtin an den Haaren zu Boden gezerrt und weiter geschlagen, während sie auf dem Boden lag.

Polizistin muss verletzt ins Krankenhaus

Nachdem sich die Frau befreien konnte, forderten die Beamten umgehend Verstärkung an. Kurz darauf war die Polizei mit einem Großaufgebot von rund 20 Beamten vor Ort, ein Einsatzwagen der Feuerwehr rückte an, um den Ort auszuleuchten.

Vier alkoholisierte Männer mit serbischer Staatsbürgerschaft, im Alter von 20,33,34 und 37 Jahren konnten die Beamten fixieren und in Polizeigewahrsam bringen. Sie wurden bei dem Einsatz leicht verletzt und ambulant versorgt. Die anderen Feiernden aus der Gruppe seien geflohen, hieß es. Die verletzte Beamtin musste in einem Krankenhaus behandelt werden, sie sei derzeit nicht dienstfähig. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte dauern an.

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