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  • 15.05.2018
  • von Marco Zschieck

39 neue Wohnungen in Potsdam: Wohngebiet Am Schragen: Fuchs und Hase als Nachbarn

von Marco Zschieck

Blick ins Grüne. Die Neubauten der Pro Potsdam Am Schragen. Visualisierung: promo

Gestern feierte die kommunale Pro Potsdam Richtfest für 39 Wohnungen Am Schragen. Die ersten Sozialwohnungen sollen im Jahr 2019 fertig werden - in direkter Nachbarschaft zum Waldpark.

Potsdam/Bornstedter Feld - Gleich hinter den Häusern wird es grün. Man könnte fast den Eindruck haben, dass sich hier Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Hinter dem Gartenzaun beginnt nämlich der Waldpark, zu Fuß ist es nicht weit zum Pfingstberg. Diese Ruhe können die künftigen Bewohner von 39 Wohnungen im Neubaugebiet Am Schragen ab dem kommenden Jahr genießen. Dann sind die beiden Neubauten bezugsfertig.

Am Montag feierte die kommunale Wohnungsbauholding Pro Potsdam in der Gertrud-Feiertag-Straße das Richtfest für die beiden Gebäude. Der Entwurf stammt von den Berliner Architekten Müller Reimann. Sie bieten eine Mischung aus Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen. Alle sind mit Parkett und Fußbodenheizung ausgestattet und verfügen zudem über eine Loggia oder eine Terrasse, sofern sie sich im Erdgeschoss befinden. Der Blick in den Park bleibt unverbaut. Es ist die letzte Reihe von Häusern in dem Areal.

„In diesen Wohnungen werden Alleinstehende, Paare und Familien ein neues innenstadtnahes Zuhause finden"

Die Autos der Bewohner sollen in einer Tiefgarage mit 30 Stellplätzen verschwinden. In den Bau der Häuser investiert die Pro Potsdam rund zehn Millionen Euro. Da das Projekt frei finanziert ist, gibt es dort keine Sozialwohnungen. Die Nettokaltmiete wird voraussichtlich bei elf Euro je Quadratmeter liegen. „In diesen Wohnungen werden Alleinstehende, Paare und Familien ein neues innenstadtnahes Zuhause finden, das sich unweit von Kitas sowie Schulen befindet und sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist“, sagte Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke.

Mit den Neubauten in der Gertrud-Feiertag-Straße hat das Unternehmen rund die Hälfte seines Ziels von 2500 neuen Wohnungen seit dem Start des Neubauprogramms im Jahr 2011 geschafft. „Mit dem heutigen Tag können wir auf bisher 1161 geschaffene Wohnungen zurückblicken“, so Nicke.

Allerdings baut die kommunale Bauholding auch geförderte Wohnungen: Auf der anderen Seite der Georg-Hermann-Allee wurde bereits im März Richtfest für 165 Wohnungen gefeiert, von denen drei Viertel eine Mietpreisbindung haben werden. Die Nettokaltmiete beträgt dann 5,50 Euro pro Quadratmeter für Besitzer eines Wohnberechtigungsscheins (WBS). Der Rest kostet sieben Euro pro Quadratmeter mit WBS+40. Bereits im Februar war das Richtfest für 95 Wohnungen am Tiroler Damm in der Waldstadt gefeiert worden – auch dort sollen drei Viertel der Wohnungen Haushalten mit niedrigem Einkommen zur Verfügung stehen. Das gleiche gilt für 105 Wohnungen Am Moosfenn.

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