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  • 12.01.2018
  • von Henri Kramer

Kickboxtrainer in der Kritik: Antifa scheitert mit Forderung nach Rauswurf

von Henri Kramer

Foto: Lino Mirgeler/dpa

Die Antifa hat den Rauswurf eines Kickboxtrainers beim Hochschulsport der Universität Potsdam gefordert, weil dieser langjährig in der Neonazi-Szene Potsdams aktiv gewesen sein soll.

Potsdam - Die Netzwerkgruppe „Antifaschistische Recherche Potsdam/Umland“ hat am Donnerstag den Rauswurf eines Kickboxtrainers beim Hochschulsport der Universität Potsdam gefordert. Der Mann sei langjährig in der Neonazi-Szene Potsdams aktiv, etwa bei der neonazistischen Partei „Der III. Weg“. Unter anderem „mit Rücksicht“ auf andere Studenten sei den Verantwortlichen „dringendst nahegelegt“, die Zusammenarbeit mit dem Trainer, der mit vollem Klarnamen genannt wird, umgehend zu beenden, so die Antifa-Gruppe.

Die Universität geht auf die Forderung aber nicht ein. Bereits im vergangenen Jahr sei eine Anfrage an den Verfassungsschutz des Landes Brandenburg gestellt worden, wonach der Trainer nicht in der Neonazi-Szene aktiv sei, sagte eine Sprecherin der Uni auf PNN-Anfrage. Durch die von der Antifa erhobenen Vorwürfe sehe sie keine neuen Gesichtspunkte, die eine andere Bewertung der Sachlage rechtfertigen würden: „Wir sehen derzeit keinen Handlungsbedarf."

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