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  • 08.01.2018
  • von Henri Kramer

Polizeibericht für Potsdam: Frontalcrash nach Verfolgungsjagd: Mercedes rauscht in Streifenwagen

von Henri Kramer

Foto: Jens Büttner/dpa

Eine Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem Mercedes-Fahrer ist am Montag mit einem Frontalcrash geendet, mehrere Menschen kamen verletzt in ein Krankenhaus. Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich in der Bundesstraße neben dem früheren Kasernengelände.

Potsdam - Bei zwei schweren Verkehrsunfällen sind in Potsdam am Montag insgesamt sechs Menschen zum Teil verletzt worden, darunter zwei Polizisten und ein Kleinkind. Der erste Unfall ereignete sich im Zuge einer Verfolgungsjagd, wie die Polizei am Montag mitteilte. Polizisten hatten gegen 2.30 Uhr in der Kirschallee einen auffälligen Mercedes kontrollieren wollen – doch dieser raste davon in Richtung Amundsenstraße. Während der Verfolgung sei der Mercedes von der Nedlitzer Straße in den dortigen Campus Jungfernsee abgebogen. Im dortigen Konrad-Zuse-Ring sei der Mercedesfahrer dann in einer Kurve in den Gegenverkehr geraten und dort frontal mit einem ihm entgegenkommenden VW Passat der Polizei kolliddiert.

Dabei blieb der Mercedesfahrer unverletzt, er habe weiter versucht zu Fuß zu flüchten. Allerdings hätten ihn weitere Einsatzkräfte stellen und fest nehmen können. Laut Polizei handelt es sich um einen 26-jährigen Polen, der unter Drogen stand. Ein Test habe die die Einnahme von Amphetaminen bestätigt. Er wurde ins Polizeigewahrsam gebracht, unter anderem sollte er noch vernommen werden. Bei einer Durchsuchung seien weitere Amphetamine und Cannabis in geringen Mengen sowie ein nach dem Waffengesetz verbotenes Einhandmesser gefunden worden. Gegen den Mann wird nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz ermittelt.

Nach Streifenwagen-Crash in Potsdam: Zwei Polizisten im Krankenhaus 

Durch den Zusammenstoß mit dem Streifenwagen seien zwei Polizeibeamte – der 52-jährige Fahrer und sein 60-jähriger Nebenmann – schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden. Beide Polizisten mussten zur weiteren Behandlung in ein nahgelegenes Krankenhaus gebracht werden und wurden dort stationär aufgenommen.Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen wurde auf mindestens 12 000 Euro geschätzt.

Gegen 11 Uhr mussten Polizisten am Montag zu einem weiteren schweren Unfall ausrücken. Aus bisher ungeklärter Ursache sei auf der Bundesstraße 2 neben dem früheren Kasernengelände ein Fahrzeug, dass Richtung Innenstadt fuhr, in den Gegenverkehr geraten und mit einem anderen Auto kollidiert. Insgesamt seien drei erwachsene Potsdamer und ein zwei Jahre altes Kleinkind leicht verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Sie alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Fahrzeuge wurden durch die Kollision so stark beschädigt, dass sie durch Abschleppunternehmen geborgen werden mussten. Es entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro, die Autos wurden abgeschleppt. Bei der Bergung musste die viel befahrenene Bundesstraße für rund zwei Stunden voll gesperrt werden, Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz. Es bildeten sich lange Staus. Gegen 13 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. 

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