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  • 04.12.2017
  • von Sabine Schicketanz

KOMMENTIERT: Schnell und live

von Sabine Schicketanz

Warum die Polizei in Sachen DHL-Erpressung vorbildlich kommuniziert hat.

Potsdam - In zwei Schichten rund um die Uhr arbeiten die Ermittler der Sonderkommission „Luise“, um die Vorgänge um die Paketbombe aufzuklären, die am Freitag für großen Schrecken in Potsdam sorgte. Sie machen eben ihre Arbeit, könnte man nun sagen – doch in diesem Falle darf betont werden: Nach allem, was bislang einzuschätzen ist, vollbringen die Kriminalisten hier Höchstleistungen. Und nicht nur sie.

Verbesserte Kommunikation

Im Vergleich zu früheren Fällen ist auch die Kommunikation der Polizei um ein Vielfaches besser geworden. Nach Vorbild der Kollegen beispielsweise in München nutzten die Potsdamer jetzt den schnellen Twitter-Kanal, um Öffentlichkeit und Medien über die Gefahrenlage und den aktuellen Stand der Ermittlungen auf dem Laufenden zu halten.

Gleichzeitig rief die Polizei über Twitter auch dazu auf, Spekulationen und das Streuen von Gerüchten – insbesondere in Bezug auf einen möglichen terroristischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt – zu unterlassen. Das hat Wirkung gezeigt: Es blieb auch in den sozialen Medien eher ruhig, die Potsdamer zeigten sich gelassen. Eine Voraussetzung dafür: eine verlässliche Informationslage, anhand derer Bürger einschätzen können, welche möglichen Gefahren bestehen. Die transparente Kommunikation fördert aber auch das Vertrauen in die Arbeit der Polizei.

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