17.08.2017, 25°C
  • 07.08.2017
  • von Sabine Schicketanz

Neue Nachbarin: Und zum Sonnenuntergang an den Heiligen See

von Sabine Schicketanz

Potsdamerin auf Zeit. Schauspielerin Ashley Judd. Foto: F. M. Brown/Getty Images/AFP

Schauspielerin Ashley Judd hat sich für den Dreh von „Berlin Station“ in Potsdam ein Haus gemietet.

Potsdam hat eine neue prominente Bewohnerin: Schauspielerin Ashley Judd, bekannt aus Filmen wie „Die Jury“ und „Heat“, hat sich an einem See in der Landeshauptstadt ein Haus gemietet. Der Grund: In Babelsberg und Berlin steht die Tochter der bekannten Country-Sängerin Naomi Judd bereits seit mehreren Wochen für die Dreharbeiten zur Thriller-Serie „Berlin Station“ vor der Kamera. Gefilmt wird die zweite Staffel des in den USA und in Deutschland überraschend erfolgreichen Serienformats, Judd spielt die neue Chefin des Berliner CIA-Büros.

Sie genieße hier eine „wunderbare Anonymität“, sagte Judd jetzt der „Bild am Sonntag“ (BamS). Dort berichtete sie auch von ihrem Haus auf Zeit in Potsdam und den Erkundungen in der Gegend. Diese kann man auf Judds Facebookseite gut mitverfolgen. Ende Mai war sie viel in der Landeshauptstadt unterwegs, hat das Ufer des Jungfernsees fotografiert und gepostet, den Heiligen See samt Sonnenuntergang und den Blick von der Hasengrabenbrücke. Zum Nachmittagskaffee ging es augenscheinlich ins „Maison du Chocolat“ im Holländischen Viertel. Bei Facebook haben 3642 Nutzer die Potsdam-Bilder mit einem „Gefällt mir“ markiert.

"Schauspieler kommen ja nicht ausschließlich zum Arbeiten"

Judd, die sich als Frauenrechtsaktivistin und für bessere Lebensbedingungen für Kinder engagiert, hat jedoch auch zahlreiche Berliner Museen, das Holocaust-Mahnmal und die „Topographie des Terrors“ besucht, wie die 49-Jährige der „BamS“ sagte. Außerdem genieße sie es, in ihrer Freizeit mit dem Rad im Grünen unterwegs zu sein.

Produziert wird „Berlin Station“ von Studio Babelsberg, Hauptrollen spielen Richard Armitage und Rhys Ifans, aber auch deutsche Schauspielerinnen wie Mina Tander und Claudia Michelsen sind dabei. Kritiker loben „Berlin Station“ als präzise und originell; besonders gefällt vielen, dass Berlin nicht nur Drehort, sondern tatsächlich Schauplatz der Spionage-Aktivitäten der CIA ist. Der Ort des Drehs wird auch für den Produktionsdienstleister Studio Babelsberg immer wichtiger: Die Attraktivität Potsdams und Berlins spiele eine große Rolle bei der Akquise von Projekten, sagte der neue Leiter des Studiobetriebs Eike Wolf am Sonntag den PNN. „Die Filmemacher und Schauspieler kommen ja nicht ausschließlich zum Arbeiten zu uns“, so Wolf. Sie lebten teilweise bis zu einem halben Jahr hier und interessierten sich dafür, was sie in ihrer Freizeit machen könnten. Da sei Berlin gefragte Metropole, biete Freiheiten, die andere Städte verloren hätten. „Und ja, auch Potsdam entwickelt sich zunehmend zum Magnet“, so der Studiochef. „Die Stadt wird immer attraktiver und bei den Filmemachern zunehmend ein ,Have-to-see’.“

Vertraulichkeit für das Studio Babelsberg ausgesprochen wichtig

Damit dies auch gut gelingt, stellt das Studio in der Regel allen Regisseuren, Produzenten und Schauspielern, die hier arbeiten, persönliche Assistenten zur Verfügung. Und um die Unterbringung der Stars und Crews kümmere sich sogar eine eigene Abteilung.

Über Details freilich redet man bei Studio Babelsberg nicht – Vertraulichkeit ist im Wettbewerb mit anderen Produktionsstandorten nahezu so wichtig wie die finanzielle Förderung für die Filmdrehs. Und natürlich zufriedene Prominente, die so für Studio Babelsberg und Potsdam werben. Wie Ashley Judd. 

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