13.12.2017, 3°C
  • 19.04.2017
  • von Marco Zschieck

Kommentar über Potsdams neues Bad: Es bleiben Fragen

von Marco Zschieck

Das neue Bad blu wird Anfang Juni öffnen. Foto: M. Thomas

Dass Potsdam endlich ein neues Bad bekommt, ist wichtig, Zeit wurde es. Doch warum wird die neue Schwimmhalle doppelt so teuer wie ursprünglich geplant und reichen die Kapazitäten? Ein Kommentar.

Potsdam - Nun ist es also bald soweit. In wenigen Wochen können die Potsdamer im neuen Sport- und Freizeitbad blu am Brauhausberg schwimmen, planschen und rutschen. Oder schwitzen. Oder schwimmen lernen. Und vieles mehr. Alles, was man in einem modernen Bad so machen kann. Ein modernes Schwimmbad gehört zu einer modernen Großstadt wie Parks oder ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr. Dass Potsdam so ein Bad nun endlich hat, ist wichtig für die Lebensqualität. Für Kinder, Senioren, Freizeitschwimmer und Sportler. Zeit wird es jedenfalls. Angesichts der beinahe endlosen Standortsuche, die dem Bau am Brauhausberg vorausging, dürfte sich zumindest die jüngere Generation kaum noch an den Beginn der Diskussion erinnern. Geschenkt.

Nun ist das Bad ja endlich fertig. Darüber sollte man sich zunächst einmal freuen. Dennoch bleiben ein paar Fragen: Wie kann es sein, dass der Bau am Ende fast doppelt so teuer wird, als es der ursprüngliche Kostendeckel erlaubt hätte? Und wird das neue Bad angesichts des Wachstums der Stadt den Bedarf auf lange Sicht wirklich decken können? Die Potsdamer hatten sich vor fünf Jahren für den zentralen Standort entschieden. Doch inzwischen ist die Einwohnerzahl um fast 20 000 gewachsen. Und die meisten davon sind in den Norden gezogen. Dorthin, wo es kein Bad gibt.

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Am 21. Mai wird das alte Bad am Brauhausberg zum letzten Mal seine Türen öffnen. Deswegen wollen wir die Zeit in der alten Schwimmhalle noch einmal Revue passieren lassen - und brauchen dafür Ihre Hilfe. Wir suchen Ihre schönsten Fotos und Anekdoten >>

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