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  • 13.04.2017
  • von Jana Haase

"Die Nacht von Potsdam": Gedenkveranstaltungen zur Bombennacht

von Jana Haase

Im Potsdam Museum findet eine Gedenkveranstaltung zur "Nacht von Potsdam" mit einer Zeitzeugin statt, zuvor erklingt in der Nikolaikirche das Potsdam Requiem. Das Glockenläuten um 22.16 entfällt in diesem Jahr.

Die Landeshaupstadt lädt am morgigen Freitag um 20.45 Uhr zum Gedenken an die „Nacht von Potsdam“ im Potsdam Museum am Alten Markt ein. Eröffnet wird sie vom Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Die Zeitzeugin und Literaturwissenschaftlerin Manon Andreas-Grisebach wird über ihre persönlichen Erlebnisse berichten – ihre Erinnerungen an die Bombennacht hat sie auch im Buch „Potsdamer Tagebuch“ festgehalten. Der Gedenkabend wird musikalisch von der Pianistin Motoko Liebau-Nishida und dem Cellisten Bernd Teichgräber begleitet. Zudem werden filmische Interviews von weiteren Zeitzeugen präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Vorher, um 19 Uhr, erklingt in der Nikolaikirche das Potsdam Requiem von Nikolaikirchenkantor Björn O. Wiede. Er schrieb das 2013 uraufgeführte knapp einstündige Werk aus Anlass der Zerstörung der Potsdamer Innenstadt in der Bombennacht. Das Werk vereint Instrumentalmusik mit Zeitzeugenberichten, Listen der Bombenopfer, Texte des Alten und Neuen Testamentes sowie freien Verse. Der Eintritt ist frei.

Wie berichtet entfällt das Glockenläuten um 22.16 Uhr diesmal, da der Jahrestag auf den Karfreitag fällt, an dem die Glocken traditionell schweigen. 

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