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Verkehr

  • 22.03.2017
  • von Henri Kramer

Neues Verkehrskonzept für Potsdam: Maßnahmen gegen Autoverkehr in Potsdams Innenstadt

von Henri Kramer

Die Gutenbergstraße im Feierabendverkehr. Viele Autofahrer nutzen die Straße als Schleichweg durch die Innenstadt. Bald könnte ein Poller das verhindern. Foto: A. Klaer

Die Stadt will den Autoverkehr in Potsdams historischer Innenstadt beschränken. Geplant sind mehr Poller, Parkverbotszonen und deutliche Tempolimits.

Potsdam – Die Potsdamer Bauverwaltung will den Autoverkehr in der historischen Innenstadt deutlich reduzieren. Dafür sind neue Tempolimits und Straßensperrungen vorgesehen. Das dafür erstellte und seit Jahren überfällige Verkehrskonzept für die Innenstadt stellte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor. Das Planwerk müssen nun noch die Stadtverordneten diskutieren und beschließen.

Vorgesehen sind unter anderem eine Tempo 20-Zone auf der Friedrich-Ebert-Straße zwischen der Einkaufsmeile Brandenburger Straße und der Hegelallee. Ebenso sollen weitere Poller verhindern, dass Autos über die Fußgängerzone fahren. Zudem soll die Flaniermeile in den kommenden Jahren leicht vergrößert werden. Geplant sind auch Tempo-30-Limits auf weiteren Strecken in der Innenstadt. „Das Ziel ist mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und die Reduzierung des Autoverkehrs insgesamt“, sagte der für die Innenstadt zuständige Verkehrsplaner Dirk Volkmann. Vorrangig sei dies ein attraktiver Lebensraum für Menschen und nicht ein Ort für mehr Autos oder Durchgangsverkehr, so Goetzmann.

Gutenbergstraße soll künftig kein Schleichweg für Autofahrer mehr sein

Auch gegen einen wichtigen Schleichweg, den Autofahrer zur Abkürzung von Innenstadtwegen nutzen, will die Bauverwaltung vorgehen – und den Durchgangsverkehr durch die Gutenbergstraße unterbinden. Dazu würden „geeignete Maßnahmen geprüft“, sagte Volkmann. Möglich wäre ein Poller an der Ecke Gutenberg-/ Friedrich-Ebert-Straße oder neue Einbahnstraßenregelungen. Das werde nun vertiefend untersucht, hieß es. Parallel dazu soll noch in diesem Jahr eine Planungswerkstatt mit Anwohnern und Innenstadthändlern zur „fußgängerfreundlichen Umgestaltung“ der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Nauener Tor und Wilhelmgalerie stattfinden – unter anderem wird für die Straße eine Neugestaltung samt einem kompletten Parkverbot mit Lieferzonen für die Händler erwogen. Damit könnten auch die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer steigen, so die Planer. Kurzfristig geplant sind auch rund 160 neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf rund 20 bestehenden Parkplätzen.

Das neue Konzept reiht sich in die Strategie der Stadt Potsdam ein, den Autoverkehr zu reduzieren und umweltfreundliche Alternativen zu fördern. Dafür hatten sich in den vergangenen Jahren stets Mehrheiten im Stadtparlament gefunden. Zugleich waren die Verkehrsprobleme in der rasant wachsenden Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren gestiegen, speziell Baustellen sorgen immer wieder für massive Verkehrsbehinderungen. Bei Zufriedenheitsumfragen in den vergangenen Jahren hatten Potsdamer stets den Verkehr als wichtigstes Problem der Stadtentwicklung genannt. 

Ausführliche Hintergründe zu den geplanten Maßnahmen lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Potsdamer Neuesten Nachrichten oder heute Abend ab 22.15 im E-Paper >>

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