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  • 21.03.2017
  • von Katharina Wiechers

21. März 1933: Zwei Veranstaltungen erinnern an „Tag von Potsdam“

von Katharina Wiechers

Reichskanzler Adolf Hitler (l) und Franz von Papen (M) auf dem Weg zur Eröffnungssitzung des neuen Parlaments in der Potsdamer Garnisonkirche am 21. März 1933. Foto: dpa dena/dpa-Bildfunk

Vor 84 Jahren hatten sich Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg vor der Garnisonkirche die Hand geschüttelt, was als "Tag von Potsdam" in die Geschichtsbücher einging. In Potsdam erinnern zwei Veranstaltungen daran.

Potsdam - Mit zwei Veranstaltungen wird heute und morgen an den „Tag von Potsdam“ vor 84 Jahren erinnert. In der Nagelkreuzkapelle auf dem Grundstück der Garnisonkirche spricht am morgigen Mittwochabend der Historiker Thomas Wernicke zum Thema „Der ,Tag von Potsdam’ und seine zeitgenössische Wahrnehmung – Schlaglichter einer Dauerdebatte“, wie die Garnisonkirchen-Stiftung ankündigte. Wernicke ist Ausstellungsleiter des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und beschäftigt sich seit Jahren mit den Geschehnissen vom 21. März 1933 und ihren Folgen. Das Gespräch beginnt am Mittwoch, 22. März, um 19 Uhr. Bereits um 18 Uhr findet in der Kapelle ein Friedensgebet statt.

Vortrag im Filmmuseum über "Tag von Potsdam"

Am Donnerstag lädt das Potsdam Museum zu einem Vortrag über den „Tag von Potsdam“ ein. Hannes Wittenberg, stellvertretender Direktor des Hauses, referiert über Exponate des Museums, die im Kontext zu dem Ereignis stehen – etwa die Amateuraufnahmen des Ruderclubs „Vineta“, die Massen von Potsdamern auf den Straßen zeigen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr, der Eintritt kostet 4 Euro.

Am sogenannten Tag von Potsdam hatten sich Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg vor der Garnisonkirche die Hand geschüttelt – die symbolische Geste gilt als Schulterschluss zwischen Nazis und Nationalkonservativen im Dritten Reich. Dies ist einer der Gründe für die massive Kritik am geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche. Im Oktober soll der Bau beginnen. 

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Evangelische Christen streiten sich um den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Bei einer Tagung in Potsdam fallen dabei auch äußerst scharfe Worte.

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Hinweis in eigener Sache: Ursprünglich haben wir geschrieben, dass die Vorträge am Dienstag in der Nagelkreuzkapelle und am Mittwoch im Filmmuseum stattfinden. Dies ist nicht korrekt. Sie finden am Mittwoch in der Nagelkreuzkapelle und Donnerstag im Potsdam Museum statt.

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