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  • 19.01.2017
  • von Jana Haase

Kommentar über Nachholbedarf des Potsdam Museums: In die Offensive

von Jana Haase

Die Eröffnung des neuen Museums Barberini (M.) ist eine große Chance für Potsdam. Foto: A. Klaer

Dass es anspruchsvolle Ausstellungen im Potsdam Museum zu sehen gibt, reicht alleine nicht mehr aus. Wie es besser geht, zeigt das neue Museum Barberini. Das Potsdam Museum muss nun in die Offensive gehen. Ein Kommentar.

Potsdam - Die Tendenz ist negativ: 24 501 Gäste wurden 2016 im Potsdam Museum gezählt. Das sind rund 3000 weniger als 2015 und fast 7000 weniger als noch 2014. Inwieweit das mit der Baustelle für das Museum Barberini nebenan zu tun hat, mag dahingestellt bleiben. Es zeigt jedenfalls, dass es heute nicht mehr reicht, anspruchsvolle und ansprechende Ausstellungen – denn die gab und gibt es im Potsdam Museum – zu konzipieren. Man muss das Angebot auch zeitgemäß vermarkten, auf allen Kanälen. In diesem Punkt hat die Stadt Nachholbedarf. In den sozialen Netzwerken ist das städtische Museum nach wie vor praktisch nur in Form des engagierten Fördervereins vertreten.

Wie es anders geht, ist beim Barberini derzeit exemplarisch zu erleben. Die Eröffnung des neuen Kunstmuseums ist auch für das Potsdam Museum eine große Chance. Sie muss aber aktiv ergriffen werden. Die Stadt kann nicht nur darauf hoffen, dass sich der eine oder andere Barberini-Gast ins Alte Rathaus verläuft, wenn er dort vom lieblos gestalteten Eingangsbereich gleich abgeschreckt wird, wie zuletzt bei den Barberini-Besuchertagen geschehen. Das Museum muss in die Offensive. Und zeigen, was es zu bieten hat.

 

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