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  • 31.01.2017
  • von Stephan-Andreas Casdorff

Casdorffs Agenda: Rücktritt von Grube: Wer hat da was und wen nicht im Griff?

von Stephan-Andreas Casdorff

Rüdiger Grube, Ex-Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG. Foto: dpa

Bahnchef Grube wollte auf mehr Gehalt und eine Abfindung verzichten, dafür aber drei und nicht zwei Jahre verlängern. Am Ende hat er seinen Posten aufgegeben.

Kein feiner Zug: Im Streit mit dem Aufsichtsrat hat Bahnchef Rüdiger Grube seinen Posten aufgegeben. Er ist sofort ausgestiegen. Nach acht Jahren und Entgegenkommen seinerseits. Grube wollte auf höheres Gehalt und nachher die Abfindung verzichten, dafür aber drei und nicht zwei Jahre verlängern. Der Personalausschuss war noch einverstanden. Die Meldungen liefen entsprechend. Dann kam Grubes Nothalt. Der kann die Bahn teuer zu stehen kommen.

Und die Politik, vor allem die Union. Denn im Wahljahr macht sich der Wechsel gar nicht gut, öffentlich und auch sonst. Wer hat da was und wen nicht im Griff? Die Diskussion darüber wollten die Bundeskanzlerin und ihr CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt beim Staatsunternehmen mit 300.000 Mitarbeitern und 40,5 Milliarden Euro Umsatz bestimmt nicht.

Und auch sonst Ruhe an der Spitze: weil Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla, inzwischen Vorstandsmitglied, noch nicht soweit ist. Bei der Bahn finden immer noch etliche, dass Pofalla nicht Angela Merkels bester Zug war.

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