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  • 12.07.2018
  • von Eva Schmid

Potsdam-Mittelmark: Staatsschutz ermittelt nach Drohbrief gegen Wilhelmshorster Ortschef

von Eva Schmid

Drei Tage vor der Gemeinderatssitzung in Wilhelmshorst hat Ortschef Gerd Sommerlatte ein anonymes Schreiben erhalten. Der Verfasser droht damit, angebliche Straftaten Sommerlattes gegen privates Eigentum publik zu machen.

Wilhelmshorst - Nachdem der Wilhelmshorster Ortschef Gerd Sommerlatte (FBL/UWG) am 22. Juni einen anonymen Drohbrief erhalten hat, ermittelt jetzt der Staatsschutz. Sommerlatte hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. In dem Schreiben, das der Ortsvorsteher drei Tage vor der Gemeindevertretersitzung erhalten hat, wird ihm vorgeworfen, Straftaten gegen privates Eigentum zu begehen. Der Verfasser droht damit, die Straftaten öffentlich zu machen. Zudem kritisiert er den Ortschef, dass er Projekte unterstütze, die derzeit in Wilhelmshorst in Planung sind.

„Das geht zu weit“, so Sommerlatte gegenüber den PNN. Zwar werden im Brief keine weiteren Einzelheiten genannt, doch vermutet Sommerlatte, dass es sich um den Protest gegen zwei anstehende Bauprojekte handeln könnte: um die Bebauung eines Gebietes an der Kreuzung Peter-Huchel-Chaussee/An den Bergen sowie um das Areal rund um die alte Gärtnerei. Beide Projekte wurden im Gemeindeparlament am 25. Juni diskutiert.

Grünes Licht gab es für die Bebauung an der Peter-Huchel-Chaussee. Dort ist Sommerlatte zufolge im Flächennutzungsplan vorgesehen, dass weitere Häuser entstehen. Für das Projekt an der Gärtnerei indes müsste der Flächennutzungsplan geändert werden. Er sieht dort bisher Grünfläche und Sondernutzung für Wochenendbebauung vor, zudem liegen Teile des Areals im Landschaftsschutzgebiet. „Wir im Ortsbeirat würden es gut finden, wenn das Gebiet geordnet wird“, so Sommerlatte. Das Vorhaben des Wilhelmshorster Immobilienunternehmers Philipp Krentz an der alten Gärtnerei wurde vom Gemeinderat an den Bauausschuss zurückverwiesen. Krentz hatte kurzfristig angekündigt, auf weniger Fläche bauen zu wollen. Auf der nächsten Sitzung Anfang September könnte es dazu eine Entscheidung geben. 

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