19.07.2018, 23°C
Themenschwerpunkt:

Kleinmachnow

  • 15.05.2018
  • von Solveig Schuster

Bahn frei für bessere Verkehrswege: Sommerfeldsiedlung in Kleinmachnow bekommt neue Straßen

von Solveig Schuster

Bekommt die Sommerfeldsiedlung bald bessere Straßen? Die Gemeindevertreter müssen dafür noch grünes Licht geben. Foto: Manfred Thomas

2020 soll der Bau der neuen Straßen in der Sommerfeldsiedlung beginnen. Zumindest, wenn die Gemeindevertreter dem neuen Plan zustimmen.

Kleinmachnow - Nach Abschluss des Bürgerdialogs zur Sanierung der Straßen in der Kleinmachnower Sommerfeldsiedlung hat der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung den weiteren Weg geebnet. Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, die in den 1930er-Jahren entstandenen und mittlerweile zerschlissenen Siedlungsstraßen grundhaft zu erneuern. Wird der Plan am kommenden Donnerstag auch von den Gemeindevertretern abgesegnet, werde die Verwaltung in einem nächsten Schritt ein Vermessungsbüro als auch ein Baugrundgutachten beauftragen, erläuterte Bauamtsleiter Jörg Ernsting den PNN. Er rechnet damit, dass im Jahr 2020 mit dem Bau der ersten Straße begonnen werden kann. Insgesamt werde die Sanierung in der Waldsiedlung fünf bis sechs Jahre dauern.

Wie berichtet hatte Kleinmachnow zuletzt in einem mehrstufigen Bürgerdialog unter Leitung des Cottbuser Architektenbüros Nagler & Partner darüber diskutiert, in welchem Umfang die Straßen in der Siedlung erneuert, wie Gehwege gestaltet und Parkplätze integriert werden können. Nachdem es zunächst starken Gegenwind seitens der Anwohner gegeben hatte, näherten sich Verwaltung und Siedlungsbewohner im Laufe des Prozesses an. Konsens konnte inzwischen dahingehend erzielt werden, dass etwas passieren muss, so Ernsting. Unterschiedliche Ansichten bestehen zwischen Verwaltung und der Bürgerinitiative, zu der sich zwischenzeitlich einige Anwohner formiert hatten, noch in der Frage des Fahrbahnbelags und des Gehwegs. Während sich die Anwohner dafür ausgesprochen hatten, die Seitenwege nicht zu befestigen und die Fahrbahnen ausschließlich mit Beton zu versehen, um so den ortsbildprägendenden Charakter der Siedlung zu erhalten, will die Verwaltung die Straßen teils asphaltieren sowie die Gehwege befestigen. Dabei ließ sie sich vor allem von pragmatischen Überlegungen leiten, etwa dem Aufwand für spätere Instandhaltungen und den zu erwartenden Kosten, erklärte der Bauamtsleiter. Doch auch für Leute mit Rollator oder Kinderwagen ließe sich ein befestigter Gehweg besser nutzen, meint er. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten sollen in der nächsten Sitzungsrunde aber noch einmal gesondert beraten werden. Erst danach werden weitere Details geplant, zu denen auch die Kleinmachnower noch einmal eingeladen und gehört werden.

Social Media

Umfrage

Die Einengung der Zeppelinstraße in Potsdam hat im Zuge der Dieseldebatte bundesweit Interesse geweckt. Ist die Maßnahme nötig, um ein Dieselfahrverbot in Potsdam zu verhindern? Stimmen Sie ab!