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  • 12.10.2017
  • von Solveig Schuster

Freibadgesellschaft soll offene Fragen klären: Sechs mögliche Standorte für Schwimmhalle

von Solveig Schuster

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) will die geforderte Standortuntersuchung für eine Schwimmhalle an die Freibad Kiebitzberge GmbH delegieren.

Teltow - Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) will die geforderte Standortuntersuchung für eine Schwimmhalle an die Freibad Kiebitzberge GmbH delegieren. Gegenüber der Gesellschaft, die bereits im Auftrag von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf das Freibad in den Kiebitzbergen betreibt, besäße keine der Verwaltungen den erforderlichen „fachspezifischen Sachverstand“ und damit die nötige Kompetenz.

Wie berichtet war Thomas Schmidt im Sommer 2016 von den Teltower Stadtverordneten damit beauftragt worden, zu untersuchen, wo die seit Langem gewünschte Schwimmhalle in der Region realisiert werden könnte und zu welchem Preis. Dafür sollten in den drei Kommunen geeignete Grundstücke aufgelistet werden, nebst den zu erwartenden Kosten, die bis zur Baureife anfielen. Lange harrte der Beschluss der Umsetzung. Erst nachdem dies von Stadtverordneten angemahnt worden war, erfolgte im Spätsommer dieses Jahres die gewünschte Abfrage (PNN berichteten).

Inzwischen lägen die Rückmeldungen der Kommunen dazu vor, erklärte der Bürgermeister in seinem Antrag, über den die Stadtverordneten in der kommenden Woche beraten werden. Neben einem Grundstück im Stahnsdorfer Gewerbegebiet hat Teltow danach derzeit fünf Flächen anzubieten, die nach Angaben der Verwaltung aus planerischer Sicht möglich und grundsätzlich geeignet seien. Kleinmachnow hatte bereits früh erklärt, über keine geeigneten Flächen zu verfügen.

Zu den von Teltow vorgeschlagenen Grundstücken, die zwischen 8000 und etwas über 43 000 Quadratmeter groß seien, zählen allerdings auch Flächen, für die bereits andere Pläne existieren – etwa das Grundstück der Klösters Baustoffwerke neben der Marina am Teltowkanal, auf dem Klösters bisher Wohnungen plante. Auch das Grundstück im Bebauungsplan des Diakonischen Stadtteiles zwischen Lichterfelder Allee und Heinersdorfer Weg, auf dem das Evangelische Diakonissenhaus Berlin, Teltow, Lehnin Sozial- und Wohnbauten errichten will, findet sich auf der Liste. Daneben ein weiteres am Teltowkanal im Gewerbegebiet Techno Terrain und eines am Ende der Kanada-Allee im Mühlendorf. Auch das ehemals für die neue Gesamtschule des Landkreises Potsdam- Mittelmark reservierte Grundstück an der Potsdamer Straße, an dem einmal die Biomalzspange verlaufen soll, werde als geeignet angesehen. Gegenüber einem Großteil der anderen dargebotenen Grundstücke befindet sich dieses bereits in kommunaler Hand. Zudem besticht die rund 20 000 Quadratmeter große Fläche durch die zentrale Lage am Schnittpunkt der drei Gemeinden.

Um genaue Aussagen zur Schwimmhalle treffen zu können, müssten zunächst aber die Anforderungen konkretisiert werden, so der Bürgermeister in seiner Vorlage. Noch seien relevante Parameter unklar, wie die Anzahl und Länge der Bahnen oder die Art der Schwimmbecken. All die offenen Fragen sollen nun durch die Freibad Kiebitzberge GmbH beantwortet werden. Solveig Schuster

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