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  • 12.04.2017

Virtuelle Realität trifft Astrophysik

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) geht mit einer neuen Virtual-Reality-Plattform online. Mit dreidimensionalen 360-Grad-Videos und Panoramen können Besucher der Plattform vr.aip.de – mit oder ohne Virtual-Reality-Brille (VR-Brille) – in den Kosmos eintauchen und eine virtuelle Tour durch astronomische Observatorien erleben. Die Webplattform lässt sich direkt über eine VR-Brille oder auch per Klick am Bildschirm navigieren. Alle Medien basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Simulationen mit Supercomputern sowie Aufnahmen von Teleskopen und Beobachtungsstandorten.

Einsichten über das Universum und seine Objekte erlangen Astrophysikerinnen und Astrophysiker, indem sie riesige Datenmengen aus Beobachtungen und Simulationen von Sternen, Galaxien und kosmischen Objekten auswerten. Aufwendige Visualisierungstechniken machen diese Datenmengen sichtbar. Die Videos bieten einen Ausflug in unsere lokale kosmische Umgebung in virtueller Realität.

Der Blick durch unterschiedliche „Brillen“ – für Dunkle Materie, Gas oder Sterne – zeigt, wie sehr die rätselhafte Dunkle Materie die kosmische Struktur, an der sich die leuchtenden Sterne und Galaxien orientieren, dominiert. Auch die tatsächliche astronomische Beobachtung nutzt unterschiedliche Teleskope und Instrumente, um verschiedene Objekte und Bausteine des Universums zu entschlüsseln.

„Mit Simulationen und VR machen wir das Unsichtbare sichtbar“, so Arman Khalatyan, Astrophysiker, IT-Spezialist und Leiter des VR-Projekts. Von ihm stammen die VR-Filme und auch einige der Simulationen, auf denen sie basieren. „Die VR-Technologie ist mit einfachen VR-Brillen und kostenlosen Apps heute für jeden nutzbar. Wir machen mit unserer Plattform nun auch den Kosmos für jeden zugänglich.“ PNN

Webplattform: vr.aip.de

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