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  • 08.03.2017
  • von Jan Kixmüller

Universitätscampus am Neues Palais Potsdam: Uni-Sportplatz kommt erst später weg

von Jan Kixmüller

Rugby am Neuen Palais. Foto: Archiv

Der Uni-Sportplatz am Neuen Palais wird langfristig aufgegeben, aber erst nach 2022. Für die Sportstätten soll es Ersatz geben.

Potsdam - Die Sportstätten an der Westseite des Universitätscampus am Neues Palais werden langfristig aufgegeben. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion durch Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) hervor. Für die Flächen, die neben der Uni auch von Sportvereinen genutzt werden, soll es auf Grundlage des Landessportfördergesetzes angemessene Ersatzsportstätten geben, so Münch. Bis es so weit ist, wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Unmittelbare Veränderungen für die Nutzer der Sportstätten stehen nicht an, so die Ministerin. Für die landschaftspflegerische Reparatur und bauliche Neuordnung des Uni-Standortes ist ein Zeitraum von mehr als 20 Jahren geplant.

Nördliche Sportflächen können weiter genutzt werden

Die Wiese südlich der Lindenallee wird laut Ministerin bis mindestens Ende 2022, also noch sechs Jahre, für den Sport uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Im weiteren Verlauf bestünde dann die Möglichkeit, die nördlichen Sportflächen weiter zu nutzen, da diese erst später aufgegeben würden. Der Universitätssportverein werde die Nutzer der Flächen über zukünftige Veränderungen in Kenntnis setzen. Von dem Wegfall der Sportflächen werden neben Sportvereinen und der Landeseinsatzeinheit der Polizei Brandenburg auch die Sportwissenschaften und der Hochschulsport der Universität betroffen sein. Neben dem Erwachsenensport trainiert dort zudem auch eine Kindergruppe des Hochschulsportes. Studierende aus den benachbarten Wohnheimen nutzen die Flächen in ihrer Freizeit, Kindergärten halten dort Sport- und Spielveranstaltungen ab.

Da das zu entwickelnde Gebiet in der Unesco-Welterbestätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ liegt, sind auf dem Areal Ersatzflächen für den Sport ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund werden derzeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Ersatzstandorte gesucht, hieß es vom Ministerium. Es handele sich dabei um Flächen im Bereich der Kaiser-Friedrich-Straße, am Kuhforter Damm und in Golm, so die Ministerin. „Eine konkrete Standortentscheidung wurde noch nicht getroffen“, ergänzte Münch. Auch zu den erforderlichen finanziellen Mitteln gebe es noch keine Zahlen, dies sei von der Standortwahl abhängig. 

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