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  • 12.07.2018

28-jähriger Verdächtiger schweigt zum Motiv: Mutmaßlicher Bombendroher gefasst

Fehrbellin/Neuruppin/Berlin - Nach Bombendrohungen gegen eine Berliner Schule und mehrere Brandenburger Raststätten hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der 28-Jährige habe bei seiner Vernehmung eingeräumt, Ende Juni bei der Schule in Wittenau angerufen und damit gedroht zu haben, gegen 8 Uhr werde eine in dem Gebäude versteckte Bombe explodieren, wie die Staatsanwaltschaften Neuruppin und Berlin in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch mitteilten.

Der 28-Jährige habe ebenfalls die Drohanrufe an den drei Brandenburger Raststätten Stolper Heide, Vehlefanz in Oberkrämer und Linumer Bruch zugegeben.

Die Anrufe hatten umfangreiche Durchsuchungs- und Evakuierungsmaßnahmen ausgelöst. Die Autobahnen A111 sowie A24 und A10 mussten in Höhe der Raststätten gesperrt werden. Mehrere Spürhunde durchsuchten die Gebäude. Gefunden wurde nichts. Inwieweit der Mann für die Polizeieinsätze aufkommen muss, dazu konnten die Behörden am Mittwoch keine Angaben mehr machen.

Der 28-Jährige wurde laut Staatsanwaltschaft durch die Auswertung von Telefonverbindungsdaten ermittelt. Die Vernehmung und eine durchgeführte Durchsuchung haben weder Hinweise auf ein politisches oder anderweitiges Motiv ergeben, noch habe man Materialien zum Bau von Bomben gefunden, hieß es. Mangels Haftgründen kam der Mann nach der Vernehmung zunächst wieder auf freien Fuß. Gegen den 28-Jährigen ermittelt nun die Berliner Polizei wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor.

Die jüngste Drohung fand erst am Dienstag statt: Am frühen Morgen hatte sich ein anonymer Anrufer bei der Raststätte Linumer Bruch (Ostprignitz-Ruppin) an der A24 Richtung Hamburg gemeldet und angedroht, um 7.40 Uhr werde eine Bombe explodieren. Die Polizei evakuierte daraufhin den Rasthof und sperrte die A24 kurzzeitig. Gefunden wurde jedoch nichts. dpa

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