15.08.2018, 23°C
  • 09.03.2018
  • von Thomas Loy

Attila Hildmann legt sich mit Polizei an: Der Vegan-Burger bringt uns auch nicht den Weltfrieden

von Thomas Loy

Ob mit Fleisch oder ohne - auf das Brötchen kommt es an. Foto: Mike Wolff

Wut, Aggression, Gartenpfähle in die Erde rammen - Grobsein ist nicht nur Fleischessern vorbehalten. Eine Glosse.

Bisher hing ich der These an, der Teil in mir, der sich von Fleisch ernährt, macht die groben Sachen, also Wut, Aggression, Gartenpfähle in die Erde rammen. Sowas. Ein Vorfall aus Charlottenburg macht mich aber stutzig. Der berühmte Vegan-Burger-Fitnesspapst Attila Hildmann geriet am Donnerstag mit der hiesigen Polizei aneinander. Also deftig mit Handgreiflichkeiten, Beleidigungen und am Ende Handschellen. Dabei ging es nur um ein Knöllchen fürs Falschparken. Über den Hergang der Auseinandersetzung sind sich beide Seiten uneins, aber meine These kann ich jetzt in den Wind schießen. (Sorry für diese martialische Ausdrucksweise).

Die Polizei sagt, Hildmann habe einen knöllchenschreibenden Kollegen vor seinem Imbiss mit den Worten „Idiot, hast du nichts Besseres zu tun“ begrüßt. Nach ein paar Rempeleien sei er in seinen Porsche gestiegen, um zu flüchten, aber die Polizei hatte schon Verstärkung gerufen. Hildmann wurde festgenommen, leistete Widerstand... Naja, jetzt muss er wohl um seinen Führerschein bangen. „Zu prüfen bleibt, ob der Mann aufgrund seines Verhaltens geeignet ist, künftig am Straßenverkehr teilzunehmen.“

Hildmann hält auf Facebook ausführlich dagegen: Er habe seinen Porsche nur umparken wollen, das Wort „Idiot“ sei nicht gefallen, nur die Frage an die Beamten, „ob sie noch alle Tassen im Schrank haben, weil ich wie ein Schwerstkrimineller behandelt werde“. Auf Twitter drohte Hildmann an, Bundeskanzler zu werden. „Irgendwann regiere ich dieses Land, einschließlich der Exekutive!“

Der Vegan-Burger bringt uns auch nicht den Weltfrieden. Sehr schade.

Social Media

Umfrage

Die Einengung der Zeppelinstraße in Potsdam hat im Zuge der Dieseldebatte bundesweit Interesse geweckt. Ist die Maßnahme nötig, um ein Dieselfahrverbot in Potsdam zu verhindern? Stimmen Sie ab!