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  • 13.01.2018

Schweinepest: Land zahlt Jägern Prämie

Potsdam - Die Initiativen gegen die drohende Schweinepest werden in Brandenburg erheblich verstärkt. Aus Sorge vor einem Übergreifen der hochinfektiösen, in Osteuropa schon ausgebrochenen Erkrankung zahlt das Land Jägern ab 1. April eine Prämie für getötete Wildschweine. Für jedes erlegte Tier erhalten sie 50 Euro. Allerdings gibt es eine Bedingung: Das Geld fließt erst, wenn die Zahl der in den Jahren 2015/2016 getöteten 71 400 Tiere landesweit überschritten wird. Diese Vereinbarung wird laut Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig (Linke) derzeit mit den Landkreisen und kreisfreien Städten getroffen. Ergänzend zur Prämie ergreift das Ministerium zurzeit auch Maßnahmen zur Früherkennung. So seien Jäger bereits mit Sets zur Entnahme von Gewebeproben bei erlegten Wildschweinen ausgestattet worden. Für jede Probe, die sie entnehmen und dokumentieren, überweist ihnen das Land 30 Euro. Die Infektion lasse sich umso besser bekämpfen, je früher sie bekannt werde, teilt das Ministerium mit. Wie berichtet ist der Erreger der Schweinepest für den Menschen ungefährlich. Bei Haus- und Wildschweinen verläuft die Krankheit jedoch in fast allen Fällen tödlich. Bislang gibt es keinen Impfstoff. dpa/PNN

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