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  • 20.03.2017

Fürstenberg/Havel in Brandenburg: Razzia bei Reichsbürger: Waffen und Cannabis sichergestellt

Die Polizei hat diese Waffen bei einer Durchsuchung eines Reichsbürgers in Fürstenberg/Havel (Brandenburg) sichergestellt. Foto: Polizei

Die Polizei fand bei einem Reichsbürger in Fürstenberg/Havel in Brandenburg Waffen und Munition. Gegen ihn wird wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Er und eine 65-jährige Frau wurden vorläufig festgenommen.

Neuruppin, Fürstenberg/Havel - Die Polizei hat bei einem sogenannten Reichsbürger in Brandenburg neun Waffen samt Munition beschlagnahmt. Die auf den 57-Jährigen aus Fürstenberg/Havel zugelassenen Waffenbesitzkarten und Jagdscheine wurden eingezogen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Durchsuchung des Grundstücks war ein entsprechender Beschluss des Verwaltungsgerichts Potsdam vorausgegangen. Der 57-jährige, der den Angaben zufolge der sogenannten Reichsbürgerszene angehört, sowie eine 65-jährige Frau wurden vorläufig festgenommen.

Im Wohnhaus des Tatverdächtigen fanden die Beamten drei versteckte Waffen; anschließend habe der Mann der Polizei noch sechs weitere Waffen übergeben, die er in der Wohnung eines Bekannten aufbewahrte. Da er für die sechs Waffen keine entsprechende Erlaubnis besaß, wird gegen ihn wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Auch 45 getrocknete Cannabispflanzen wurden sichergestellt.

Strafbefehl gegen 65-Jährige wegen Volksverhetzung

Eine Überprüfung der ebenfalls in dem Haus angetroffenen 65-jährigen Frau ergab, dass diese durch die Staatsanwaltschaft Berlin gesucht wurde. Sie hatte einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung über 1800 Euro nicht bezahlt und muss jetzt die nächsten 80 Tage Ersatzfreiheitsstrafe im Gefängnis verbringen.

Die in etlichen Kleinstgruppen agierenden sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht an. Sie gehen davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Einige Anhänger vertreten rechtsextremistische Positionen. Im Oktober erschoss ein Anhänger in Bayern einen Polizisten, seitdem rückte die Gruppierung verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden. (AFP)


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Sie lehnen die Bundesrepublik ab und geben eigene Pässe aus. Auch in Brandenburg und Berlin bekommen die "Reichsbürger" mehr Zulauf. Ein Besuch bei den Mitgliedern des "Freistaats Preußen".

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