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  • 06.01.2017

Netzaktivistin Domscheit-Berg verurteilt

Berlin - Nach einem Gerangel mit Polizisten um einen Blumenstrauß ist die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach die frühere Piraten-Politikerin am Donnerstag der Körperverletzung schuldig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte im Juni 2015 bei einer Mahnwache für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge eine Beamtin im Gerangel „mit ihren Fingernägeln erwischt“ und eine kleine Kratzwunde verursacht hatte. Dies habe aber auch die Polizistin als Lappalie angesehen. Die Verteidigung will Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen. Domscheit-Berg, die bei der Bundestagswahl 2017 für die Brandenburger Linke kandidieren möchte, setzt auf einen Freispruch. Ursprünglich war ihr zur Last gelegt worden, bei der Mahnwache mit dem Blumenstrauß gegen die Kamera eines Polizisten geschlagen und einem weiteren Beamten mit den Blumenstielen durch den offenen Helm ins Gesicht gestochen zu haben. dpa

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